Schimpfwörter
beleidigen am Besten, wenn sie in eine vorhandene Kerbe des Opfers treffen.
So sollte man bei der Auswahl des Wortes bekannte Schwächen berücksichtigen.
Z.B. wäre bei sehr dünnen Schimpfopfern angebracht das Wort "Hungerlatte"
vorzuziehen, bei dicken Menschen dagegen "Kackfass". Also vorher überlegen,
welche Schwächen oder schlechten Angewohnheiten derjenige hat und
das Schimpfmittel dementsprechend anpassen.
2. passende Adjektive oder Beiwörter zufügen. Ein Schimpfwort
wirkt noch besser und intensiver, wenn es mit passenden Adjektiven versehen
wird. "Du Volltrottel" ist zum Beispiel nur halb so wirksam wie
"Du sabbernder Volltrottel". Also am besten so ein paar Hilfsadjektive
wie "stinkender","fäkalischer","luffiger","dreckiger" usw.
bereithalten. Dasselbe gilt für Schimpfwörter, die durch Anhängen
von Beiwörtern noch schön ergänzt oder verstärkt werden
können. Aus dem Basisschimpfwort "Geschnack" wird also besser
"Pestgeschnack" oder "Eitergeschnack"
3. originelle Schimpfwörter benutzen Möglichst
unbekannte und originelle Schimpfwörter verwenden. Abgegriffene Beleidigungen,
die jeder schon kennt wirken nicht so gut... Also besser ausgefallene Sachen
an den Kopf werfen, damit der Überraschungseffekt genutzt werden kann.
4. schon auf einen Konter gefasst sein. Leute, die
bschimpft werden, lassen sich sowas nur in den seltensten Fällen gefallen.
Deshalb ist meistens ein Konter an der Tagesordnung. Ein gekonnter Angriff
wie z.B. "Du stinkendes Pestgeschnack" könnte unter Umständen
mit "Was meldest Du hier, Du Pausenclown ?" oder so gekontert werden,
sofern der Angegriffene auch ein bischen Schimpferfahrung hat. Also für
solche Fälle schon vorher die nächste Beleidigung (Konter auf
den Konter) bereithalten.
5. Spontanität, Schnelligkeit Wer Andere
beschimpft muß spontan reagieren können. Ein gewisser
Schimpfwortschatz muß direkt ohne langes Überlegen verfügbar
sein. (Siehe auch Regel 4, Konter auf Konter) Wenn man lange nach Schimpfwörtern
suchen muß, ist die Wirkung schon verpufft und der Verblüffungseffekt
reduziert sich auf null.
6. Degradieren und Duzen Beim Schimpfen
heisst es: Keinen Respekt zeigen! Deshalb grundsätzlich den Gegenüber
Duzen ("Du blöder Hund") und nach Möglichkeit Rang
und Stellung degradieren. Also z.B. einen leitenden Angestellten der
Bahn AG nach Möglichkeit als "Du faulenzender Schlafwagenschaffner"
oder so beschimpfen. Kein Respekt!
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